Bambus vs. Holz

Bambus vs. Holz

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Da uns viele unserer Kunden die Frage stellten, warum Bambus besser als Holz sei, haben wir uns entschieden diese Frage zu beantworten, indem wir die zwei Rohstoffe in Vergleich stellen.

1. Die Pflanzen

Bambus: Obwohl viele Bambusgräser die Höhe eines Baumes erreichen und manche Halme bis zu 30m hoch werden können, ist Bambus kein Baum und gehört zur Familie der Süssgräser. Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt! Dank seinem schnellen Wachstum (bis zu 1m in 24 Stunden) kann die Ernte nach 3-5 Jahren erfolgen, was große Mengen an Ernte, ohne einer Bestandsgefährdung, ermöglicht. Diese Eigenschaft macht ihn zum idealen Rohstoff für die Produktion von zahllosen Alltagsgegenständen. Der Bambus braucht bei der Anpflanzung weder Düngermittel, Pestizide, noch künstliche Bewässerungsmethoden. Außerdem hat er eine von Natur aus antibakterielle Wirkung. Holz: Holz wird hingegen aus einer Vielzahl von Bäumen gewonnen (Buche, Eiche, Holz aus Tropenwäldern usw.) Tropische Bäume z.B. haben eine sehr langsame Nachwachsrate von 70 bis 80 Jahren. Bei meisten Hölzern liegt die Wachstumszeit bei mehr als 50 Jahren. Im Gegensatz dazu, wächst Bambus viel schneller nach, wobei durch seine Ernte das sensible Ökosystem des Regenwalds nicht gefährdet wird. Sein extrem schneller Wuchs und die hohe CO2-Speicherkapazität macht ihn nachhaltiger als das Holz der meisten Bäume.

2. Der Umweltfaktor

Bambus vs. Holz: Pro Hektar Anbaufläche können von 10 bis 15 Tonnen an Rohstoff jährlich erzielt werden. Die Biomasse-Zunahme pro Jahr liegt im Schnitt bei 10-30%. Bei Hölzer hingegen liegt die Biomasse-Zunahme bei nur max. 5%. Sowohl Bambus als auch Bäume lagern CO2 ein und produzieren Sauerstoff. Allerdings, nimmt Bambus 10-12 Mal so viel CO2 auf wie Holz und produziert bis zu 45% mehr Sauerstoff als die Bäume. Trotz dem weiten Transport ist Bambus somit CO2 neutral. Im Gegensatz zu Bäumen, stirbt außerdem durch das Fallen eines Bambushalms nicht die ganze Pflanze ab. Das Ökosystem bleibt bestehen und die Erosion wird vorgebeugt. Somit sind die Auswirkungen auf die Umwelt beim Anbau von Bambus als gering anzusehen.

3. Die Herstellung

Bambus vs. Holz: Der Hauptproduzent von Bambus ist China. Heimische Hölzer werden hingegen nachhaltig gewonnen. Sie haben zwar längere Wachstumszeit, haben aber einen nicht so langen Transportweg. Heimische Wälder können allerdings den Bedarf an Holz und Papier nicht decken. Deswegen sind wir auf den Zukauf von Rohstoffen angewiesen. Dadurch, dass der Bambus umweltfreundlicher beim Anbau ist, ist die Herstellung auch sicherlich am umweltfreundlichsten. Die Abholzung ist ein globales Problem. Aufgrund der Abholzung wird eine geschätzte Menge von 2 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre emittiert. Bambus kann hier Abhilfe schaffen. Dank seinem schnellen Wachstum kann er in hohen Mengen angebaut werden und somit die wachsende Nachfrage besser befriedigen als Holz.

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